Felistra Lizenz: Anjouan-Registereintrag, geprüft im Oktober 2026

Lizenzdaten von Felistra aus dem Register von Anjouan

Wer Felistra betreibt und unter welcher Lizenz

Zuletzt geprüft: 4. Oktober 2026. Felistra wird von Momentum Gaming Solutions Ltd betrieben, einer auf Anjouan (Union der Komoren) eingetragenen Firma, unter der Anjouan-Lizenz ALSI-152312014-FI3. Die Angaben unten stammen aus der Fußzeile, den Geschäftsbedingungen und der KYC-Richtlinie auf felistragaming.com sowie aus dem Lizenzregister von Anjouan. Wo der Betreiber etwas nicht veröffentlicht, schreiben wir das hin, statt die Lücke zu füllen.

BetreiberMomentum Gaming Solutions Ltd, Registernummer 15601
SitzHamchako, Mutsamudu, Autonome Insel Anjouan, Union der Komoren
LizenznummerALSI-152312014-FI3
Ausgestellt vonOffshore Finance Authority of the State of Anjouan, nach dem Computer Gaming Licensing Act 007 of 2005
Erteilt / gültig bis12. Dezember 2023 / 11. Dezember 2026
Statusgültig (Register, Stand 27. September 2026; Siegelprüfung am 4. Oktober 2026)
LizenzartB2C, B2B und White-Label
Domains unter der Lizenz11, darunter felistragaming.com
Start von FelistraJanuar 2026
Ausgeschlossene LänderAustralien, Österreich, Komoren, Frankreich, Deutschland, Niederlande, Spanien, Großbritannien, USA, FATF-Schwarze-Liste und weitere von der Behörde als verboten eingestufte Länder
Auszahlungslimitsmindestens 1 $; höchstens 100 $ pro Auszahlung, 100 $ pro Tag, 500 $ pro Woche, 1.000 $ pro Monat
Support„support@Felistra“ – so in den Bedingungen, eine unvollständige Adresse

Hinweis für Deutschland und Österreich: Abschnitt 10 der Geschäftsbedingungen von Felistra (gültig seit 12. März 2026) schließt Spielerinnen und Spieler aus Deutschland und Österreich ausdrücklich aus. Ein von dort eröffnetes Konto kann geschlossen, Gewinne können einbehalten werden. Die Schweiz wird nicht genannt.

Was wir geprüft haben

Lizenzregister. Der Vantegris License Index, ein Spiegel des Anjouan-Registers, abgerufen am 27. September 2026 (https://vantegris.com/data/anjouan/), führt Momentum Gaming Solutions Ltd mit der Lizenz ALSI-152312014-FI3, Status gültig, Lizenzart B2C, B2B und White-Label, erteilt am 12. Dezember 2023, gültig bis 11. Dezember 2026. Unter dieser Lizenz stehen elf Domains, darunter felistragaming.com; die übrigen zehn sind 16spins.com, azurowin.com, betshark.gg, doublejack.club, evoke.games, miamirush.com, platzino.com, redstarbet.casino, spinagain.io und streakz.io.

Lizenzsiegel. Das Siegel in der Fußzeile des Casinos verlinkt auf eine Prüfseite unter verification.anjouangamingboard.org. Am 4. Oktober 2026 zeigte sie Momentum Gaming Solutions Ltd, 15601, PO Box 1212 Hamchako, Mutsamudu, mit „Operating status: VALID“ und der Lizenz ALSI-152312014-FI3. Die offizielle Prüfseite der Behörde, auf der Sie das selbst nachvollziehen können, ist anjouangaming.com/public-register/verify-a-licence/.

Eine Korrektur. Im August 2026 schrieben wir auf dieser Seite, eine Suche nach „felistra“ und „felistragaming“ im Register von Anjouan habe keinen Treffer ergeben. Für die Domain war das falsch: felistragaming.com ist unter der Lizenz des Betreibers eingetragen. Die Lizenz ist allerdings nicht eigens für Felistra erteilt worden, sondern deckt seit Dezember 2023 die Firma mit allen elf Marken ab. Sie läuft etwa zehn Wochen nach unserer Prüfung aus; eine Verlängerung war am 4. Oktober 2026 noch nicht sichtbar, wir sehen erneut nach.

Statusprotokoll

  • 12. August 2026: Jede Seite von felistragaming.com, auch die Geschäftsbedingungen, liefert nur eine Passwortabfrage.
  • 21. August 2026: Wir schreiben diese Seite auf das um, was sich damals belegen ließ. Limits und Länderausschlüsse stammen mangels lesbarer Betreiberdokumente aus externen Casinodatenbanken.
  • 26. September 2026: Datum des aktuellen Seitenstands beim Betreiber; die Passwortabfrage ist verschwunden.
  • 4. Oktober 2026: Die Seite ist online, Spielübersicht und Dokumente sind lesbar. Aus der Ukraine und den USA, wo wir testen konnten, erscheint jedoch „Not available in your location“. Aus Deutschland oder Österreich konnten wir nicht testen. Der Lizenzeintrag ist gefunden und gültig.

Was eine Anjouan-Lizenz leistet – und was nicht

Lizenznamen werden gern als Vertrauenssiegel verwendet. Wichtiger als das Wort „lizenziert“ ist, was das jeweilige Regime einem Spieler im Streitfall tatsächlich bietet.

Was sie leistet

Eine Anjouan-Lizenz ist eine echte Genehmigung: Hinter dem Casino steht eine eingetragene Firma mit Registernummer und Anschrift, die einer benannten Behörde gegenüber verantwortlich ist. Die Prüfseite nennt außerdem einen Beschwerdeweg als Betriebsauflage: Beschwerden gehen zuerst an den Betreiber; ist nach 30 Tagen keine Lösung gefunden, kann der Spieler eine zugelassene Schlichtungsstelle (ADR) anrufen, deren Kosten der Betreiber trägt. Zugelassen sind EGIS ADR, Axion ADR, iGaming ADR und CADRE B.V. (Liste der Behörde: anjouangaming.com/resources/authorized-adr-providers/).

Wo sie nicht gilt

Laut Prüfseite erstreckt sich die Lizenz nicht auf Australien, die Komoren, Frankreich, die Niederlande, Spanien, Großbritannien, die USA sowie auf Länder der FATF-Schwarzen-Liste und sanktionierte Länder. Beschwerden von Spielern aus diesen Gebieten werden ausdrücklich nicht bearbeitet. Deutschland und Österreich stehen nicht auf dieser Liste der Lizenz, wohl aber in den Geschäftsbedingungen des Betreibers. Wer von dort aus spielt, verstößt also gegen die Bedingungen, und das schwächt jede spätere Beschwerde erheblich.

Was sie nicht leistet

Verglichen mit Malta oder Großbritannien sind die Vorgaben eines Offshore-Regimes wie Anjouan leicht. Ob Spielergelder getrennt vom Firmenvermögen verwahrt werden, legt der Betreiber nicht offen. Die Lizenz macht ein Casino nicht unseriös, aber Ihr praktischer Schutz besteht vor allem aus den Bedingungen des Betreibers, seiner Bereitschaft, sie einzuhalten, und dem ADR-Weg – nicht aus einer Aufsicht, die von sich aus eingreift.

Spielerschutz bei Felistra

Die Seite zum verantwortungsvollen Spielen (datiert 25.11.2025) nennt Einzahlungslimits für 24 Stunden, 7 und 30 Tage, Verlustlimits, Realitätschecks, Auszeiten von 24 Stunden, 48 Stunden, 7 oder 30 Tagen, eine Selbstsperre ab sechs Monaten und die Kontoschließung. Erhöhungen von Einzahlungslimits greifen laut Text erst nach 24 Stunden. Ohne Konto konnten wir nicht prüfen, wie diese Werkzeuge in der Praxis funktionieren.

Ausgeschlossene Länder: was die Bedingungen wirklich sagen

Im August stand hier, Felistra sperre 267 Länder, darunter Deutschland, Finnland, Frankreich und die Türkei. Diese Zahl stammte aus externen Casinodatenbanken, nicht aus den Bedingungen des Betreibers. Abschnitt 10 der aktuellen Geschäftsbedingungen (gültig seit 12. März 2026) nennt: Australien, Österreich, die Komoren, Frankreich, Deutschland, die Niederlande, Spanien, Großbritannien, die USA, Länder der FATF-Schwarzen-Liste sowie „alle anderen Rechtsordnungen, die die Anjouan Offshore Financial Authority als verboten einstuft“.

Für deutsche und österreichische Leser ist die Lage damit eindeutig: Beide Länder sind namentlich ausgeschlossen. Nach den Bedingungen darf der Betreiber bei verbotenen Aktivitäten Gewinne einbehalten und Konten schließen – und auffallen wird ein Konto aus einem ausgeschlossenen Land spätestens bei der Identitätsprüfung vor der ersten Auszahlung. Die Schweiz steht nicht in der Liste; ob der Betreiber sie über die Klausel zu „anderen Rechtsordnungen“ ausschließt, sagt er nicht.

Wo die Lizenz im Alltag sichtbar wird

  • Auszahlungslimits. Laut KYC- und AML-Richtlinie mindestens 1 $, höchstens 100 $ pro Auszahlung, 100 $ pro Tag, 500 $ pro Woche und 1.000 $ pro Monat (oder Gegenwert). Der Betreiber darf Auszahlungen in Raten aufteilen und Limits während einer Prüfung senken oder einfrieren; nach einer erweiterten Prüfung können sie steigen. Ein Guthaben von 2.000 $ braucht bei diesen Limits mindestens zwei Monate.
  • Bearbeitungszeit. Eine reguläre Auszahlungsdauer nennen die Dokumente nicht. Prüfungen von Limits sollen innerhalb von 30 Kalendertagen abgeschlossen sein, Auszahlungen mit gedeckelten Bonusgewinnen können bis zu fünf Werktage geprüft werden. Die „drei Bankarbeitstage“ aus unserer Augustfassung stammten aus Datenbanken und stehen nicht in den Bedingungen.
  • Zahlungswege. Eine Methodenliste veröffentlicht der Betreiber nicht. Ausgezahlt wird an die Einzahlungsmethode bis zur Höhe der Einzahlung; wer mit Kryptowährung eingezahlt hat, erhält Kryptowährung zurück.
  • Verifizierung. Vor jeder ersten Auszahlung und bei Einzahlungen ab 10.000 $ verlangt der Betreiber eine vollständige Identitätsprüfung. Halten Sie Ihre Unterlagen bereit, bevor Sie gewinnen, nicht danach.

Wie Sie jede Lizenz selbst prüfen

Das folgende Vorgehen dauert etwa fünf Minuten und funktioniert bei jedem Anbieter.

Fußzeile lesen, dann bei der Behörde nachsehen

Eine Lizenzangabe in der Fußzeile ist eine Behauptung, keine Bestätigung. Notieren Sie Lizenznummer, Inhaberfirma und Behörde und suchen Sie den Eintrag im Register der Behörde selbst. Ein Siegel des Anbieters kann ein Anfang sein, ersetzt aber nicht den Blick in das offizielle Register.

Nach der Firma suchen, nicht nur nach der Domain

Register führen Lizenzen unter dem Namen der Inhaberfirma und listen die Domains darunter. Eine Suche nach dem Markennamen kann daher leer bleiben, obwohl die Domain eingetragen ist – genau dieser Fehler ist uns im August unterlaufen. Suchen Sie nach Firma und Lizenznummer und prüfen Sie dann die Domainliste.

Eintrag und Website abgleichen

Der Registereintrag nennt Inhaber, Lizenzart und Laufzeit. Alle drei sollten zur Fußzeile passen. Ein abgelaufenes Datum, eine andere Firma oder eine Lizenzart, die Casinospiele nicht abdeckt, sind jeweils ein Grund, aufzuhören.

Prüfen, was das Regime überhaupt verlangt

Malta, Großbritannien, Schweden, Dänemark und Spanien schreiben Einzahlungsgrenzen, Werberegeln und Schlichtungsstellen vor. In Deutschland erteilt die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) Erlaubnisse und führt eine öffentliche Liste der erlaubten Anbieter. Offshore-Regime wie Anjouan verlangen deutlich weniger. Zu wissen, womit man es zu tun hat, zeigt, welche Möglichkeiten man hat, bevor man sie braucht.

Warnzeichen

  • Eine Lizenznummer, die im Register der Behörde weder über die Firma noch über die Domain etwas ergibt.
  • Eine Behörde, die überhaupt kein öffentliches Register führt.
  • Geschäftsbedingungen, die sich vor der Registrierung nicht lesen lassen.
  • Bonusbedingungen, die sich selbst widersprechen.
  • Eine Supportadresse, die nicht vollständig oder nicht erreichbar ist.
  • Eine Lizenz, die kurz vor dem Ablauf steht, ohne dass eine Verlängerung sichtbar ist.

Häufige Fragen

Die Lizenzfragen, die zu Felistra am häufigsten gestellt werden, beantwortet mit dem Stand vom 4. Oktober 2026.

Wer hält die Lizenz von Felistra?

Momentum Gaming Solutions Ltd, Registernummer 15601, mit Sitz in Hamchako, Mutsamudu, Anjouan. Die Lizenz ALSI-152312014-FI3 wurde am 12. Dezember 2023 erteilt und gilt bis zum 11. Dezember 2026.

Ist Felistra im Register von Anjouan eingetragen?

Ja. Der Registerspiegel vom 27. September 2026 führt felistragaming.com unter der Lizenz ALSI-152312014-FI3 mit dem Status gültig, und das Siegel in der Fußzeile zeigte am 4. Oktober 2026 „Operating status: VALID“. Unsere Augustangabe, Felistra sei nicht zu finden, war für die Domain falsch.

Ist Felistra in Malta oder Großbritannien lizenziert?

Nein. Felistra hat weder eine MGA- noch eine UKGC-Lizenz. Großbritannien ist in den Bedingungen des Betreibers ausgeschlossen, und die Anjouan-Lizenz erstreckt sich laut Prüfseite nicht auf Großbritannien.

Schützt eine Anjouan-Lizenz meine Einzahlung?

Nur eingeschränkt. Es gibt einen Beschwerdeweg – erst der Betreiber, nach 30 Tagen eine zugelassene ADR-Stelle auf Kosten des Betreibers –, aber keine Aufsicht, die von sich aus eingreift, und keine offengelegte getrennte Verwahrung der Spielergelder.

Kann ich aus Deutschland oder Österreich bei Felistra spielen?

Nein. Abschnitt 10 der Geschäftsbedingungen schließt Deutschland und Österreich ausdrücklich aus. Ein Konto, das von dort eröffnet wird, kann geschlossen, Gewinne können einbehalten werden. Die Schweiz wird nicht genannt.

Warum verlangte die Website ein Passwort, und ist sie jetzt offen?

Vom 12. August 2026 an lieferte felistragaming.com auf jedem Pfad eine Passwortabfrage; den Grund hat der Betreiber nicht genannt. Am 4. Oktober 2026 war die Abfrage verschwunden und die Seite online, an unseren Prüforten in der Ukraine und den USA aber mit dem Hinweis „Not available in your location“ gesperrt.

Unsere Einschätzung

Die Lizenz von Felistra ist echt und im Register als gültig geführt – das ist eine Verbesserung gegenüber dem, was wir im August belegen konnten. Sie ist aber eine leichte Offshore-Lizenz, die in zehn Wochen ausläuft, und sie hilft wenig, wenn man aus einem ausgeschlossenen Land spielt. Für Leserinnen und Leser in Deutschland und Österreich ist das entscheidend: Die Bedingungen des Betreibers schließen sie aus. Für alle anderen gilt: Auszahlungen von höchstens 100 $ am Tag, keine veröffentlichte Bearbeitungszeit und eine unvollständige Supportadresse sind Punkte, die man vor einer Einzahlung kennen sollte.

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